Distanzierung: Mit Feuchtbiotop für Goldfischteiche werben???
Meine Titel-Fotos aus "Zwischen Gartenteich und Feuchtbiotop" werden in einer
 Werbung für Zierfischteiche missbräuchlich verwendet.
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Die obigen 8 Panoramafotos (rechts)  meines Feuchtbiotops  identifizieren meine Homepage in den vier Jahreszeiten.
Diese habe ich mit den entsprechenden Erkärungen für naturnahe Teiche und über den Artenschutz einer renomierten Tier-Zeitschrift für einen angeblich mehrseitigen Artikel über Gartenteiche, natürlich kostenlos, zur Verfügung gestellt. 
Die Bilder wurden  jedoch entgegen der Ankündigung und damit auch gegen meine Erwartungen als Werbung für Zierfischteiche mit Pumpen, Filtern und den besonders schädlichen UVC-Geräten in einer werbeprospektähnlichen Beilage dieser Zeitschrift verwendet.
Den angekündigten Hinweis auf   Zwischen Gartenteich und Feuchtbiotop   hat  man selbstverständlich wohlweißlich vergessen!

Als aktiver Schützer unserer einheimischen Tier- und  Pflanzenarten muß ich klarstellen, daß ich mich  ausdrücklich von dem Inhalt dieses Prospektes distanziere, denn er propagiert neben unglaublichen,  z.T. sogar lachhaften "Informationen" auch alle die Maßnahmen, die den sicheren Tod  jedes einheimischen Lebewesens  in naturnahen Teichen zur Folge haben.
(s. Kapitel Bachlauf u. Pumpen)

Da mir der Text vor Druckllegung nicht vorgelegt wurde, konnte ich mich  nur gutgläubig auf die fachliche Kompetenz der Redakteure verlassen, zumal ihnen der Unterschied zwischen Zierfischteich und Feuchtbiotop nicht nur bekannt sein sollte, sondern ich diesen auch deutlich in meiner begleitenden E-Mail erläutert habe, wie Sie aus dem vorausgegangenen Schriftverkehr entnehmen, und  unten nachlesen können.

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Anfrage von Frau xxxxxx, Redaktion der xxx-Zeitung  24. Nov. 2003

Sehr geehrter Herr Stanjek, 

durch Zufall bin ich bei der Internetrecherche auf Ihre Homepage über Ihren Gartenteich gestoßen. 
Eine tolle Seite!

Ich bereite derzeit einen mehrseitigen Artikel über Gartenteiche für die Xxxx-Xxxxx
einem Sonderheft der XXXX xx XXXXXXXX vor. 

Meine Frage ist: Darf ich dabei auf Ihre Homepage verweisen? Und wäre es möglich, dass Sie uns einige Ihrer Fotos zur Verfügung stellen?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen würden. 
Sie erreichen mich vormittags ab 10.30 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen

XXX xxxxxxx
Redaktion xxxxxx
Brieffach xxx
xxxxxx Platz 1

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Meine Antwort am 24. Nov. 2003

Sehr geehrte Frau xxxxxxx

es freut mich, daß Sie unter den hunderten von Gartenteich-Hp's meine Seiten gefunden haben und bedanke mich für Ihr Lob.

Sicher ist Ihnen auch aufgefallen, daß sich der Inhalt meiner Dokumentation doch erheblich von dem in allen anderen homepages, aber auch Gartenteich-Büchern unterscheidet.  Das rührt lediglich daher, daß ich mit dem Thema "Goldfischteich" kein Geld verdienen muß, d.h. ich kann unbeschadet die Wahrheit schreiben und auch authentisch dokumentieren, was so manchen Geschäftsleuten allerdings nicht so recht gefällt. 

Als alter Aquarianer, der sich über 60 Jahre intensiv mit Hydrobiologie beschäftigt und nebenbei erfolgreich unzählige Arten von Zierfischen gezüchtet hat, empfinde ich es als meine Pflicht, den vielen unwissenden Gartenbesitzern schonend klar zu machen, daß ein 

Gartenteich kein Aquarium im Freien ist. 

Die Fischhaltung in winzigen Wasserlöchern grenzt meistens an Tierquälerei und endet fast immer mit einer Katastrophe für die gequälten Tiere, die nur allzuoft in ihren eigenen Exkreten und Faeces jämmerlich zugrunde gehen. 
Abgesehen davon gefährdet jeder mit Fischen besetzte Miniteich mehr oder weniger den Fortbestand unserer heimischen Fauna, eine Erkenntnis, die sich zwar nur sehr langsam aber in den letzten  Jahren, auch seit Erscheinen meiner Homepage doch eskalierend bei nachdenklichen Menschen durchzusetzen scheint.

Natürliche, fischlose Kleingewässer gibt es in vielen Gegenden Deutschland ja kaum noch. 

Da aber immer noch mindestens 95% aller Menschen mit einem Gartenteich 
Gold- und andere Zierfische in Verbindung bringen, was auch noch durch meistens 
ziemlich laienhafte Artikel in Zeitschriften und Fernsehen kräftig unterstützt 
wird, wäre es sicher kein Nachteil, wenn eine namhafte Zeitschrift auch einmal 
kompetent über dieses Thema berichten würde. 

Falls Sie es wünschen sollten, würde ich Ihnen gern dabei behilflich sein, zumal sich alle bei mir abgebildeten Tiere, in keinem "üblichen" Gartenteich fortpflanzen. Die meisten können noch nicht einmal zeitweise beobachtet werden. 
Das schließt selbstverständlich auch die Mikroorganismen (z.B Zoo- und Phyto-Plankton) mit ein, die für das biologische Gleichgewicht essentiell, aber kaum bekannt sind, von den "Fachleuten" gar nicht erwähnt und deshalb allgemein auch nicht beachtet werden.

Gegen einen Verweis auf meine Dokumentationen habe ich nichts einzuwenden.

  Mit freundlichen Grüßen

    Günter H. Stanjek

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Zweite E-Mail nach einem kurzen Telefonat über die Tauglichkeit der Fotos :  27. Nov. 2003

Liebe Frau xxxxxx

anbei die restlichen 8 Panorama-Bilder. Sie wurden z.T. in verschiedenen Jahren aufgenommen, sodaß der Teich auch unterschiedlich bewachsen aussieht (er sieht ohnehin jedes Jahr etwas 
anders aus). 
Suchen Sie sich bitte die Fotos aus, die Ihnen am geeignetsten erscheinen.

Da es sich bei Ihrem Artikel natürlich u.a. auch um Tiere in Gartenteichen handeln wird, Sie aber vermutlich kaum Zeit genug gehabt haben dürften meine Seiten zu durchforsten, hier einige kurz zusammengefaßte Hintergrundinformationen zu den Tieren, die sich allesamt selbst eingefunden haben und nun in, auf und an diesem "naturnahen Gartenteich" leben und sich fleißig vermehren.

- Über 70 einheimische Tierarten in Größen zwischen Teichfrosch und Wasserfloh
  die also selbst mit unbewaffneten Augen nicht zu übersehen sind.
  Darunter etliche, die nur selten beschrieben wurden, oder bereits vom 
  Aussterben bedroht sind.

- Einige hundert kleinere Tiere, die man zwar normal sehen kann, bei denen man 
  aber eine Lupe braucht, um sie bestimmen zu können.

- Unzählige Mikroorganismen, für deren "Erkennen" allerdings eine Stereo-Lupe 
  oder ein Mikroskop erforderlich und somit leider wohl für die meisten 
  Menschen irrelevant sind.

- Jedes Jahr kommen einige tausend Kaulquappen und einige hundert Molche zur 
  Welt, die sich in einigen Monaten ungefährdet zu Imagines entwickeln können.

- Es schlüpfen jedes Jahr im Frühling und Sommer ca.10 verschiedene 
  Libellen-Arten mit insgesamt bis zu annähernd 1000 Individuen in manchen 
  Jahren.

- Etliche, vom Aussterben bedrohte Pflanzen, wie z.B. der Sonnentau und einige 
  Zieralgen, haben sich ebenfalls selbst eingefunden.

- Der künstlich angelegte Teich  befindet sich in einem dicht bebauten 
  Wohngelände. 

- Es werden weder Filteranlagen noch andere technischen Einrichtungen oder 
  Chemikalien eingesetzt. Trotzdem ist der Teich absolut frei von häßlichen 
  Algen oder Wassertrübungen, verursacht keinerlei Kosten, benötigt jahrelang 
  fast keine Pflege und es gibt "keine Stechmücken" !!!

Berichtet wird ausschließlich über Tiere und Pflanzen, deren Existenz durch Fotos bewiesen werden kann. 

Viel Erfolg mit Ihrem Projekt und viele Grüße

   Günter H. Stanjek 


 
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