Sonnentierchen im Gartenteich
Klasse Actinopoda Strahlenfüßer, Ordnung Heliozoa
Sonnentierchen sind schöne, sehr zarte Mikroorganismen, die auch vermeintlich einen zerbrechlichen Eindruck machen. 
Von einem kleinen kugeligen Kern werden dünne Scheinfüßchen  in alle Richtungen ausgestreckt, die mit so genannten Axopodien,  das sind Achsenfäden verstärkt werden. Diese können bei Störungen blitzschnell eingeschmolzen und anschließend wieder neu gebildet werden. Ein Sonnentierchen kann also durch mechanische Einwirkungen seine Strahlen nicht verlieren.
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Actinophrys sol
ist das am häufigsten bei uns vorkommende Sonnentierchen.
Es wird etwa 50 µm groß und zählt zu den nackten Sonnentierchen, die zum Schutz keine schleimige oder gallertartige Umhüllung besitzen.
Große pulsierende Vakuolen ragen weit über die Rinde des Ektoplasmas hinaus und werden häufig eingeschmolzen und wieder neu gebildet.
Sonnentierchen  bewegen sich nur sehr langsam.
Sonnentierchen ernähren sich von Flagellaten, Wimperntierchen, Rädertierchen, Nauplien von Ruderfußkrebsen, manche auch von Zieralgen.
Da Beutetiere sofort gelähmt an den Axopodien hängen bleiben,  ist anzunehmen, dass diese giftig sind. 
Die Stäbchen verschwinden, die Beutetiere werden durch 
verbreiterte Strahlen völlig eingeschlosssen und es bildet sich eine Vakuole in der die Beute verdaut wird.
Zuweilen schmelzen zwei, aber auch mehrere Sonnentierchen zu einer Fressgemeinchaft zusammen um auch größere Organismen zu erbeuten.
Es gelingt ihnen dann sogar Kleinkrebse zu fangen und zu verdauen.
Dabei kann sich eine riesige Verdauungsvakuole zwischen den Tieren bilden.
Nach der Verdauung lösen sich die Tiere wieder vollständig voneinander.

s.auch Actinosphaerium eichhorni

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Mikrofauna und Mikroflora 
im Winter
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