..
Necrophloeophagus longicornis
 |
Weltweit gibt es etwa 3000 Arten von Hundertfüßern. Die
meisten kommen in den wärmeren Zonen vor. In Mitteleuropa sind etwa
ein Dutzend bekannt.
Die meisten leben im Boden, einige jedoch auch in altem Gemäuer,
in morschem Holz oder unter Baumrinden.
Die Farbe der europäischen Hundertfüßer ist gelb
bis braun.
Die Längen bewegen sich zwischen 8 mm und ca. 10 cm. |
|
..
Die einzelnen Arten unterscheiden sich aber auch in der Anzahl der
Beinpaare, die zwischen 15 und 83 betragen kann.
An jedem Körpersegment befindet sich je ein Beinpaar.
Necrophloeophagus longicornis besitzt zwischen 49 und 57
Beinpaare und ist 4 cm lang.
Hundertfüßer haben immer eine ungerade Anzahl von Beinpaaren.
Britische Wissenschaftler haben entdeckt, daß während
der embryonalen Entwicklung aus je einem Bausegment jeweils vier |
|
 |
..
 |
Beinpaare wachsen. Das erste Beinpaar des ersten Segments
wird zu zwei Giftklauen umgewandelt. Es bleibt eine ungerade Anzahl von
Beinen übrig.
Bei den Hunderfüßern wird jedes Segment in der weiteren
Entwick- lung nochmals geteilt, so dass jedes Segment ein Beinpaar
trägt.
Das letze Beinpaar bei N. longicornis ist antennenförmig
mit Tasterfunktion und wird beim Laufen oftmals nach oben gestreckt.
Der Kopf ist nicht abgesetzt, jedoch deutlich farbiger als der übrige
Körper. Auf der Stirn befinden sich zwei mehrgliedrige Fühler.
Augen sind bei dieser Art nicht vorhanden.
Da sich Philopoden räuberisch ernähren, befinden sich
auf der Unterseite des Kopfes die zwei kräftigen Giftklauen zum Betäuben
und Festhalten der Beute.
Diese Giftklauen sind sehr beweglich, können weit |
|
..
auseinander geklappt, aber auch eng zusammen geklappt werden.
Für Menschen ist diese kleine und zarte Art jedoch völlig
ungefährlich und harmlos.
Über die Lebensweise der Hundertfüßer ist leider
noch sehr wenig bekannt.
Einige Funde fossiler Chilopoden bestätigen, daß die Hundertfüßer
mit zu den ältesten Tieren zählen,
jedoch nicht als Vorfahren der heutigen Insekten anzusehen sind. |
|
|
|
Lithobius forficatus
|
| Zur Ordnung der Lithobiomorpha, Steinläufer zählt
dieser, bei uns am häufigsten vorkommende Hundertfüßer.
Er ist wie die meisten Hundertfüßer lichtempfindlich und verläßt
seine unter Steinen gelegenen Verstecke erst bei Dunkelheit. Trotz seiner
unterirdischen Lebensweise besitzt er im Gegensatz zu vielen anderen Hundertfüßern |
 |
zwei Augen und relativ vielgliederige Fühler, die neben den
Füßen als Feuchtesensoren dienen.
Lithobius forficatus liebt feuchte Umgebungen mit einem
Optimum bei 90% relativer Luftfeuchtigkeit.
Die Temperatur kann zwischen 10 und 22°C |
|
betragen.
Die aus den ca. 1 mm großen Eiern schlüpfenden Jungtiere
besitzen nur sieben Laufbeinpaare. Die Anzahl erhöht sich bei jeder
Häutung. Nur ausgewachsene Exemplare besitzen nach der sechsten Häutung
immer 15 Beinpaare. Die Tiere sind dann vier bis fünf Zentimeter
lang. Sie ernähren sich von allerlei Insekten, aber auch Asseln, Spinnen
und Regenwürmern.
Beschreibung
nach: ro ro ro Tierwelt, Band 5 |
|
..
|