Bärtierchen,Tardigrada
Exuvie mit vier Eiern
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Bärtierchen sind nicht nur possierliche Tierchen, sondern verhalten sich auch äußerst interessant. Wenn sich die Umweltbedingungen verschlechtern, z.B. das Moos austrocknet, dann schrumpfen sie zu einem sogenannten Tönnchen zusammen. In diesem Zustand können einige Arten viele Jahre überdauern. Tönnchen von anderen Arten vertragen Temperaturen bis - 200°C andere bis + 80°C und das über Tage und Wochen.

Bärtierchen findet man häufig im feuchten Moos aber nur relativ selten im Wasser. Die im Wasser lebenden Arten sind wesentlich kleiner als die im Moos lebenden. Männchen und Weibchen sind nicht zu unterscheiden.
Alle Bärtierchen müssen sich öfter häuten. Während der Häutung legen die Weibchen ihre Eier in die Exuvie ab. Bei den im Wasser wohnenden Arten geht diese Häutung so schnell vonstatten, daß die Eier vom Männchen in der Exuvie, also bereits außerhalb des eigentlichen Weibchens befruchtet werden.

Eine solche Exuvie eines im Teich lebenden, winzigen  Bärtierchens mit vier Eiern ist im Bild oben zu erkennen. 


Die Eier sind in ihrer Entwicklung bereits weit fortgeschritten, was man an den lebhaften Bewegungen gut erkennen kann.
Die Jungtiere befinden sich kurz vor dem Schlüpfen.
 

Das untere Bild zeigt im polarisierten Licht oben die lichtbrechenden Stilette, mit denen Pflanzen angestochen und ausgesaugt werden. 
Unten sind die stark lichtbrechenden Exkrete zu sehen. Das sind körperfremde Stoffe oder Stoffwechselprodukte, die vom Körper nicht mehr verwertet und durch Exkretionsorgane (Ausscheidungsdrüsen) ausgeschieden werden.

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Das Bärtierchen-Journal von Martin Mach
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